Weitere päpstliche Nachrichten

Wie lange noch?

Das Bild des Papstes ist bei den Medien „zu gut, um lange zu bestehen“, glaubt der Erzbischof von Sydney, Kardinal George Pell. Es werde wohl „früher oder später“ eine Zeit kommen, bei der Franziskus von den Medien angegriffen werde, so Pell. Im Gespräch mit der britischen Zeitung „The Catholic Herald“ sagte der australische Kardinal, dass auch die vatikanischen Medien eine „Neuausrichtung“ nötig hätten. „Der Vatikan macht große Fortschritte bei der Kommunikation und ich hoffe, dass das so weiter geht“, so Pell.

Kontinuität zwischen den Päpsten

Auf die Persönlichkeiten von Papst Franziskus und Papst Benedikt XVI. angesprochen sagte der Kardinal Kurt Koch, dass er diese zwar sehr unterschiedlich erlebe, trotzdem sehe er „eine grundlegende Kontinuität“. Koch: „Wenn sie beispielsweise auf das Interview schauen, das Papst Franziskus auf der Rückreise von Rio de Janeiro gegeben hat - das hätte auch Papst Benedikt geben können. Doch Papst Benedikt wäre dafür von verschiedenen Medien getadelt worden. Papst Franziskus ist dafür gelobt worden.“

Durch seine Art und Weise, wie er auf die Menschen zugehe und wie er sein Amt verstehe, habe Franziskus einen großen Bonus. Aber, so Koch, „wenn man entdeckt, was er wirklich denkt, wird vielleicht das Wohlwollen in der Öffentlichkeit nicht mehr so groß sein“.

Bislang werde jede Aussage des Papstes beklatscht, wunderte sich Koch: „Ich denke beispielsweise an den Aufschrei nach der Rede von Papst Benedikt in Freiburg über Entweltlichung. Papst Franziskus hingegen sagt es noch deutlicher, und man findet es gut. Vielleicht ist es die Art und Weise, wie Papst Franziskus das sagt, dass er Akzeptanz findet.“ (KAP)

Papst und Spitzenfußballer: T O O R !!

Argentiniens Spitzenstürmer Lionel Messi bezeichnet die Begegnung mit dem Papst als „eines der außergewöhnlichsten Dinge“, die ihm im Leben passiert seien. Er sei sehr glücklich darüber und dankbar für das gegenseitige Kennenlernen und stolz über den Papst aus seinem Heimatland.
„Das Leben heute ist schwierig, besonders angesichts der Krise. Je mehr sich Menschen für eine bessere Welt engagieren, umso besser. Der Papst hat mich davon überzeugt, dass Sportler sowohl im Spiel als auch außerhalb davon hervorragend sein müssen.“
(rv/kna)

Noch ein Papamobil

Der päpstliche Fuhrpark umfasst jetzt auch einen gebrauchten Renault R4 mit 300.000 Kilometern Laufleistung. Der 69-jährige Priester Renzo Zocca aus dem Dorf Pescantina bei Verona hatte ihn Papst Franziskus am Wochenende geschenkt, wie die italienische Wochenzeitung «Famiglia Cristiana» (Online) berichtet. Das Kirchenoberhaupt hatte den päpstlich-weißen Wagen Baujahr 1984 auf den Weg zum Friedensgebet für Syrien am Samstag benutzt. Die Bilder lösten einiges Rätselraten aus.

Laut «Famiglia Cristiana» hatte Don Renzo das Auto mit 800 Kubikzentimeter Hubraum und 30 PS seinerseits geschenkt bekommen. Über ein Vierteljahrhundert diente es dem Geistlichen für die Wege in einem Arbeiterviertel bei Verona.

Die Fahrt von Verona in den Vatikan trat der R4 auf einem Abschleppwagen an; Don Renzo und 100 Pfarreimitglieder begleiteten den Transport im Bus. Beim ersten Einsatz als Papamobil durfte Don Renzo seinen obersten Dienstherrn selbst chauffieren: «Ich am Lenker, er nebendran, auf der Rückbank der Mechaniker Stefano und mein Assistent Luigi.» Der Techniker mahnte den Priester zuvor zu einem sachten Fahrstil: «Der Tacho zeigte 30», sagte Don Renzo laut der Zeitung.

Nach der Schlüsselübergabe setzte sich der Papst nach Aussage Don Renzos persönlich ans Steuer. «Er hatte mir gesagt, dass er ebenfalls einen R4 hatte, und auch seiner habe ihn nie im Stich gelassen. Ich habe ihn wegfahren sehen, als sei es das Natürlichste der Welt.» Die Sicherheitskräfte hätten allerdings etwas besorgt geschaut angesichts der Vorstellung, dass der Papst künftig selbst durch den Vatikan kreuzt, so der Priester. «Ich habe ihm jedenfalls auch die Schneeketten im Kofferraum gelassen - man weiß ja nie.»


© imprimatur November 2013
Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Sagen Sie uns Ihre Meinung zu diesem Artikel!
Bitte füllen Sie die folgenden Felder aus, drücken Sie auf den Knopf "Abschicken" und schon hat uns Ihre Post erreicht.

Zuerst Ihre Adresse (wir nehmen keine anonyme Post an!!):
Name:

Straße:

PLZ/Ort:

E-Mail-Adresse:

So und jetzt können Sie endlich Ihre Meinung loswerden: